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ZAHNHEILKUNDE

Auch Hund, Katze & Co. können Zahnschmerzen haben, das wollen wir vermeiden. Eine gute Zahn- und Maulhöhlengesundheit ist eine Voraussetzung für die Gesunderhaltung des gesamten Körpers und eine uneingeschränkte Lebensfreude auch in höherem Lebensalter.

Unsere Lieblinge sind Meister im Verstecken von Krankheiten und Schmerzen, daher werden Zahnschmerzen oft nicht oder erst sehr spät erkannt

Woran erkenne ich, dass mein Liebling Zahnschmerzen hat?

Katzenauge

Ohne Zahnröntgen sieht man nur die „Spitze des Eisbergs“, denn 65% aller Zahnerkrankungen befinden sich im Zahnwurzelbereich oder Kieferknochen.

Auch für die Zähne unserer Tiere gibt es ein spezielles Röntgengerät, ähnlich dem welches Sie von Ihrem Zahnarzt kennen. 

Hund Porträt

Für uns Menschen ist ein regelmäßiger Gang zum Zahnarzt selbstverständlich, sei es zur Zahnsteinentfernung oder, im schlimmeren Fall, bei Zahnschmerzen. Viele von uns mussten schon einmal die Erfahrung machen, wie schmerzhaft eine Zahnfleischentzündung oder Entzündung der Zahnwurzel ist. Die Schmerzen beim Kauen oder bei heißem oder kaltem Essen, ständiges Pochen eines Zahnes – alles sehr unangenehm. Aber nicht nur wir Menschen sind davon betroffen, sondern auch unsere Haustiere – und zwar meistens deutlich schlimmer, da sich unsere Lieblinge ja leider nicht die Zähne putzen können. Leider bleiben aber Zahnerkrankungen bei unseren Hunden und Katzen oft sehr lange Zeit unentdeckt und führen dadurch oft zu unnötig langen Leidenszeiten.

Katzen erkranken besonders häufig an schmerzhaften Veränderungen in der Maulhöhle. Zwei von drei Katzen haben im Alter von über drei Jahren bereits schon Erkrankungen an den Zähnen.

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Die häufigste Zahnerkrankung ist FORL (feline odontoklastische resorptive Läsionen). Die Ursache für FORL ist leider bisher noch nicht geklärt. Was man weiß, ist dass es zu einer Aktivierung von körpereigenen Zellen kommt, die eigentlich dazu da sind Milchzahnwurzeln bei Jungtieren abzubauen. Bei erwachsenen Tieren sollten diese Zellen eigentlich nicht mehr aktiv sein. Bei Katzen die unter FORL leiden werden jedoch die bleibenden Zähne von diesen Zellen „angeknabbert“ und zerstört. Der Abbauprozess beginnt meist im Wurzelbereich und daher zunächst von außen nicht erkannt werden. Erst im fortgeschrittenerem Stadium kommt es zu äußerlich erkennbaren Veränderungen am Zahn. Diese Zahndefekte sind besonders schmerzhaft und müssen immer behandelt werden. Eine Diagnose und Therapieplanung ist bei dieser Erkrankung nur mit Hilfe von Zahnröntgenaufnahmen möglich.

Zuallererst muss man eins festhalten: eine normale Futteraufnahme ist leider kein Beweis für gesunde Zähne! Unsere Lieblinge sind deutlich leidensfähiger als wir und die tägliche Futteraufnahme gehört zu den Überlebensinstinkten, sodass sie oftmals trotz starker Zahnschmerzen mehr oder weniger normal fressen. Oft wird dann das Futter lieber einfach schnell „heruntergeschlungen“ als lange zu Kauen, was fälschlicherweise zur Annahme eines „ganz normalen Fressverhaltens“ führt. Manche Tiere stellen aber eben doch auch die Futteraufnahme ein, wenn die Schmerzen zu stark werden. Dies ist individuell ganz verschieden.

Die Hinweise auf Zahnschmerzen können ganz offensichtlich sein, wie deutlicher Mundgeruch, reduzierte Futteraufnahme, stark gerötetes oder blutendes Zahnfleisch und deutliche Beläge auf den Zähnen. Gerade bei Katzen sind die Symptome aber oft sehr viel uneindeutiger: einseitiges Kauen, Zähneknirschen, Schiefhalten des Kopfes beim Fressen, vermehrtes Speicheln, Angst vor dem Futternapf und aus dem Mäulchen fallendes Futter beim Fressen sind hier Hinweise, die zu dem Verdacht einer Zahnerkrankung führen.

Zahn1.png
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Auf dem linken Bild sieht man auch nach der Zahnreinigung nur ganz dezente Veränderungen. Umso erschreckender ist das Röntgenbild der von außen so gesund wirkenden Zähne. An mehreren Zähnen bestehen bereits deutliche schmerzhafte Defekte.

Entzündungen am Zahnfleisch und am Zahnhalterapparat sind nicht nur schmerzhaft, sie greifen auch Kiefer und Knochen an. Und je schwerer die Entzündung ist, desto schwerer sind die Folgen. Ein massiver Keimbefall bahnt sich vom Maul aus seinen Weg: Über die Blutbahn gelangen die Bakterien in den gesamten Organismus Ihres Tieres und schädigen dort Herzklappen, den Herzmuskel, die Leber, das gesamte Immunsystem.

Die Konsequenz: Ihre Tiere verlieren schnell an Kondition und das Risiko für andere Erkrankungen wie Diabetes, Nierenversagen oder Lebererkrankungen steigt enorm. Darum ist es sehr wichtig, die Zähne Ihres Tieres regelmäßig und gründlich kontrollieren zu lassen.

Zahnbelag und Zahnstein sind deutlich mehr als ein kosmetisches Problem.

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